Die ProblemBER-Kampagne ist eine kritische und satirische Auseinandersetzung mit dem Flughafen Berlin Brandenburg BER in Schönefeld, der den Beinamen "Willy Brandt" trägt. Sein früherer Marketingname war BBI.
Im Juni 2011 haben wir die ProblemBER-Kampagne gestartet, weil wir mit dem BER ein Problem haben.
Am 8. Mai 2012 haben die Politiker bemerkt, dass auch sie mit dem BER ein Problem haben, denn nachdem 40.000 Einladungen für die VIP-Eröffnungsparty bereits verschickt waren, platzte der 3. Juni als Eröffnungstermin. Der BER hat nämlich Probleme mit dem Brandschutz. Böse Zungen plädieren seither für den Namen "Willy-Brandtschutz-Flughafen".
Darüber hinaus hat der BER noch viele andere Probleme. Am 17. Mai 2012 teilte der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit der Presse mit, dass der Flughafen seinen Betrieb nun erst 9 Monate später, am 17. März 2013 aufnehmen solle. Seitdem hat auch die Presse gemerkt, dass der BER nicht nur Probleme hat, sondern eines ist: Der BER ist ein ProblemBER.
basiert auf der Erkenntnis, dass die Standortfehlentscheidung die Wurzel aller Probleme mit dem BER ist,
wendet sich gegen eine Politik und einen Wirtschaftslobbyismus, welche das Recht auf demokratische Beteiligung der Bürger aushebeln,
gehört keiner bestimmten Bürgerinitiative an und ist parteipolitisch unabhängig,
und ergreift nicht Partei für einzelne Flugroutenvorschläge der DFS.
Wir sind aktive Bürgerinnen und Bürger, die sich wehren und offen für weitere Mitstreiter. Seien Sie mit dabei!
ProblemBER ist eine eingetrages Markenzeichen.
Der "Jüngste Tag" ist vorerst ausgefallen. Weiter auf der Seite "Neues"
Brandt-Sätze:
Neue Flughafen-Kampagne: "Willy Brandt begrüßt die Welt".
Würde Willy Brandt das begrüßen?
Berliner Zeitung 31.3.12:
Der Flughafen ist schön, der Willy Brandt ist nett, also könnte alles gut sein: Die Werbekampagne für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt, abgekürzt BER, in Schönefeld sieht ja auch gut aus: „Willy Brandt begrüßt die Welt“ heißt es da. Der legendäre Kanzler der SPD (das gefällt den Sozis Wowereit und Platzeck) herzt auf Großplakaten Asiatinnen und macht Shakehands mit Obama. Schön, nett, gut.
Leider ist es sehr gut möglich, dass Willy Brandt, wäre er noch am Leben, seine Einwilligung zu einer derartigen Imagepolitur nicht gegeben hätte. Denn am BER ist nicht alles gut. Artikel hier weiterlesen
PNN 31.3. Willkommen in Schönefeld. Flughafengesellschaft startet eine Million teure Werbe-Kampagne für den BER.„Willy Brandt begrüßt die Welt“ soll in 250 deutschen Kinos laufen. Artikel hier lesen.
Offener Brief anläßlich der Flughafen Kampagne "Willy Brandt begrüßt die Welt"
Frank Deichmann an die Witwe von Willy Brandt. Hier lesen
"Wer Unrecht duldet, stärkt es." Willy Brandt
Die erste Flughafen - Kampagne
Der Flughafen BER startete im Juni 2011 eine 500.000 Euro teure Imagekampagne. Ihr Motto lautete "Ferne Reisen sollten mit kurzen Wegen beginnen" und „Da sind Sie schnell hin und weg.“
Schlichte Sätze für so viel Geld!Oder steckt etwa mehr dahinter? Ein Aufruf zum Auswandern vielleicht?
Mit der teuren Kampagne wollen die Betreiber des Flughafens für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen.
Man verabschiedet sich damit klammheimlich vom bisherigen Marketingnamen BBI.
Der offizielle Beiname «Willy Brandt» taucht auf den Plakaten nicht auf. Wen wundert`s nach dem ungeheuerlichen "Lugroutenskandal"!
Und wie soll man Eltern suggerieren, dass 5 Stunden Nachtruhe ihren Kinder genügen sollen?
Warum wird das Geld nicht in wirksamen Schallschutz und in die Gesundheitsvorsorge für die Lärmbetroffenen rund um Schönefeld angelegt? Derzeit wird das Schallschutzprogramm im Schneckentempo und mit unzureichenden Maßnahmen durchgeführt. Wer außerhalb der Schutzzonen wohnt und „Neu-Betroffener“ ist, bekommt vorerst nicht einmal das.
Wir versichern Ihnen, unsere Gegenkampagne kostet den Steuerzahler keinen Cent.
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter im Kampf gegen den BER-Fluglärm,
wir haben uns als Gruppe von Fluglärmgegnern zusammengefunden, um bei der Bevölkerung in Berlin und Brandenburg ein Bewusstsein über die negativen Auswirkungen des Großflughafens BER zu schaffen. Wir unterstützen den gemeinschaftlichen Protest aller Betroffenen gegen Fluglärm des Flughafens BER in Schönefeld. Unser bevorzugtes Mittel ist die Satire.
Als die Macher des Flughafens Berlin Brandenburg endlich bemerkten, dass mit dem Marketingnamen BBI kein Blumentopf mehr zu gewinnen war, schwenkten sie auf den richtigen Namen um: BER. Gleichzeitig startete die Flughafengesellschaft eine 500.000 Euro teure Kampagne mit dem schlichten Satz: „Da sind Sie schnell hin und weg“. Damit soll das durch den Flugroutenschwindel ramponierte Image aufpoliert werden. Das wollten wir nicht tatenlos mit ansehen und haben uns entschlossen, fast ohne Geld eine Gegenkampagne zu starten. Ihr Motto lautet: „In Schönefeld wütet der ProblemBER!“ Hier weiterlesen
Warum ist der BER ein Problem?
1. Aufgrund der groben Fehlentscheidung der Politik in den neunziger Jahren wurde Schönefeld als irrwitziger Standort für den neuen Flughafen BER ausgewählt.
Er soll den innerstädtischen Flughafen in Berlin-Tegel ersetzen und befindet sich doch lediglich 2 km vor der Berliner Stadtgrenze und nur 16 km vom Stadtzentrum entfernt.
2. Während der gesamten Bauzeit hat man die Bevölkerung in der Region rund um den Flughafen BER bewusst falsch informiert, indem man falsche Flugrouten propagiert hat. Mit diesen hat man vorgetäuscht, es wären nur wenige Orte vom Fluglärm betroffen.
Im September 2010 als der Flughafen schon weitgehend fertiggestellt war, wurden die tatsächlichen, - nachweislich schon von vornherein geplanten - Flugrouten bekannt und der ganze Flugroutenschwindel der Flughafenplaner flog auf. Seither protestieren zehntausende betroffener Bürger gegen die Flugrouten, die von der Deutschen Flugsicherung über zahlreiche Städte und Gemeinden im Land Brandenburg und über große Stadtgebiete Berlins, von Müggelsee bis zum Wannsee gezogen werden.
3. Um den Flughafen BER schön zu reden, wird gebetsmühlenartig versprochenen, der BER werde vierzigtausend neue Arbeitsplätze schaffen. Tatsächlich wissen wir, dass nur die Beschäftigten vom bisherigen Flughafen Tegel zum Flughafen BER nach Schönefeld umziehen und die Arbeitsplatzprognosen nicht seriös sind.
4. Fest steht hingegen, dass der Flughafen BER den Steuerzahler in den nächsten Jahren mehr als 100 Millionen Euro jährlich an Schulden bringen wird. Und nicht einmal ein Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr will die von Wirtschaftsinteressen geleitete Politik den Bürgern gewähren, da sie ihre Phantasien von einem internationalen Drehkreuz an diesem Standort ausleben wollen.
Der falsche Standort und die Folgen des Flugroutenbetrugs machen den BER auf Dauer zum Problem. Wir fordern, dass der BER so betrieben wird, wie er genehmigt wurde: als Flughafen für den lokalen Bedarf von Berlin und Brandenburg.
Die ProblemBER-Kampagne
will in Politik und Bevölkerung ein Bewusstsein für die negativen Auswirkungen des Großflughafens BER schaffen und Betroffenheiten durch Fluglärm mindern und vermeiden
bietet ein inhaltliches Dach für die Gestaltung eines gemeinschaftlichen Protestes gegen Fluglärm des Flughafens BER
greift nicht in Flugroutendiskussionen ein, die unmittelbar von den BI´s geführt werden
ist grundsätzlich solidarisch mit Bürgerinitiativen, die sich an anderen Standorten in Deutschland gegen Fluglärm wehren
ist parteipolitisch unabhängig und darf nicht von Parteien oder zu parteipolitischen Zwecken eingesetzt werden
verfolgt ihre Ziele stets gewaltfrei und respektiert die Grundsätze rechtstaatlichen und demokratischen Handelns.
Die ProblemBER-Kampagne verfolgt diese auf den Flughafen BER bezogene Ziele:
Lärmschutz muss stets Vorrang vor Wirtschaftlichkeit haben.
Es ist ein striktes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zu erlassen.
Es darf kein internationales Drehkreuz entwickelt werden.
Es darf keinen weiteren Flughafenausbau in Schönefeld geben, z.B. durch eine 3. Start- und Landebahn.
Negative Folgen der Standortfehlentscheidung auf Mensch und Natur werden kritisiert.
Anstrengungen zum Abbau direkter und indirekter staatlicher Subventionen im Flugverkehr werden unterstützt.
Wir zeigen mit dem Kampagnen-Logo, dass wir eine große gemeinsame Protestbewegung sind!
Der ProblemBER kann langfristig eine Wirkung wie der Name "Stuttgart 21" entfalten.
Sie können die ProblemBER-Kampagne unterstützen,
indem Sie auf Ihrer Internetseite ein Link zur Webseite